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Das IMPP und die US-amerikanische Foundation for Advancement of International Medical Education and research (FAIMER) arbeiten für ein neues Projekt zusammen. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines interprofessionellen Prüferzertifikates für die Heilberufe. Das "Interprofessionelle Prüferzertifikat Heilberufe" soll ein Angebot an die medizinischen Fakultäten zur Qualifizierung von Prüfenden werden.

Aus dem „Masterplan Medizinstudium 2020“ haben sich neue Anforderungen an das IMPP zur Qualifizierung der Prüfenden ergeben. Denn die im Masterplan festgeschriebene Kompetenzorientierung wird sich künftig auch in einer Neuausrichtung der Prüfungen widerspiegeln.

In Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Experten wird am IMPP ein internationales interprofessionelles Qualifizierungsprogramm für Prüfende in der Medizin sowie anderen Gesundheitsberufen entwickelt. Ziel ist es die medizinischen Fakultäten durch die Ausbildung von Multiplikatoren bei der Vorbereitung auf die geänderten Anforderungen der Staatsexamina zu unterstützen.

Themen sind neben Multiple Choice Fragen und OSCE-Prüfungen auch Formate wie Key Feature Fragen, Mini-CEX, DOPS und Videoassessment. Ein besonderer Fokus liegt auf den Prüfungsformaten, die beim dritten Abschnitt der ärztlichen Prüfung (M3) bei der „Prüfung am Patientenbett“ zum Einsatz kommen werden, wie z.B. Chart Stimulated Recall oder die Bewertung des evidenzbasierten Patientenberichts.

Das Qualifizierungsangebot soll durch begleitende E-Learning Module flankiert werden,  die in Kooperation mit US-amerikanischen Foundation for Advancement of International Medical Education and research (FAIMER) angeboten werden sollen. Themen sind u.a. das Erstellen von Blueprints, arbeitsplatzbasiertes Assessment sowie Standard Setting.

Um die Vernetzung zwischen den Gesundheitsberufen zu stärken, steht das interprofessionelle Qualifizierungsprogramm allen interessierten Vertretern anderer Gesundheitsberufe offen. Dadurch können gemeinsame Qualitätsstandards in den Prüfungen geschaffen werden, die langfristig positive Effekte auf die Gesundheitsversorgung zeigen werden.