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PANTHER

Projekt „PANTHER“ fördert die Patientensicherheit

„PANTHER“ steht für „PAtieNTensicHERheit: Best Practices als Prüfinhalte in der interprofessionellen Ausbildung – zur Verhinderung vermeidbarer Schäden und Schaffung eines konstruktiven Umgangs mit Fehlern in der Versorgung.“

Patientensicherheit hat in jüngster Zeit national und international an Bedeutung gewonnen. Im deutschen Gesundheitswesen ist die Versorgungsqualität hoch, doch es mangelt an einer flächendeckenden Sicherheitskultur, die Fehleranalyse und Fehlervermeidung berufsübergreifend betrachtet. Interprofessionell arbeiten die Gesundheitsberufe in der Praxis Hand in Hand, doch mit dem scharfen Fokus auf Patientensicherheit und Fehlerkultur gibt es in dieser professionsübergreifenden Zusammenarbeit noch Potenziale zu heben.

Daher hat das Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP) das Projekt PANTHER initiiert. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) fördert das Projekt für einen Zeitraum von zwei Jahren von 2020 bis 2022. Bei der Projektdurchführung kooperiert das IMPP mit dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS).

Projektziel von PANTHER ist die systematische Erhebung von nationalen und internationalen „Best Practices“ zu Patientensicherheit als Lehr- und Prüfungsinhalt in den Ausbildungsgängen verschiedener Gesundheitsberufe. Diese Erfolgsmodelle werden auf die Bereiche Medizin, Pharmazie und Psychotherapie übertragen. Konkret bedeutet dies: Das Projektteam leitet aus aktiv vermeidbaren Fehlern in der Behandlungspraxis (wie beispielsweise die Verabreichung eines Medikaments bei dem falschen Patienten) Prüfziele ab, die eine fehlervermeidende ärztliche Praxis (in diesem Fall die eindeutige Patientenidentifikation vor Medikamentengabe) in den Prüfungen abbilden können. Derartige abgeleitete Prüfziele werden also für spezifische Problemstellungen und Anforderungen formuliert, Prüfinhalte erarbeitet und Prüfszenarien entworfen. Zunächst werden patientensicherheitsrelevante Aspekte in die Prüfungsinhalte der medizinischen Staatsexamina integriert. Anschließend werden Konzepte für eine Integration in die Prüfungen der Ausbildungsgänge Pharmazie und Psychotherapie erarbeitet.