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„Förderung der Kommunikationskompetenz im Rahmen der ärztlichen Weiterbildung – Entwicklung und Implementierung eines Mentorings am Beispiel der urologischen Onkologie“ (KomMent)

Die Ausbildung ärztlicher Kommunikation ist nur in eingeschränktem Maße im Medizinstudium enthalten. Auch in der urologischen Facharztweiterbildung ist kein spezifisches Kommunikationstraining vorgesehen. Die tägliche Arbeit verlangt jedoch – insbesondere im Bereich der Onkologie – von Berufsanfängern kommunikative Kompetenzen, auf die sie nicht ausreichend vorbereitet wurden.

Um diese Lücke in der Facharztweiterbildung zu schließen, wird in der Klinik für Urologie des Universitätsklinikums Düsseldorf ein Trainingsprogramm zur Förderung der Kommunikationskompetenz in der ärztlichen Weiterbildung entwickelt und erprobt. Das Projekt KomMent dient dabei übergeordnet der Umsetzung des Ziels 12a – „Kommunikative Kompetenzen im ärztlichen und pflegerischen Beruf“ – des Nationalen Krebsplans.

Ausgehend von einer Bedarfsanalyse werden die erforderlichen Inhalte bestimmt und Lernziele formuliert. Die Implementierung erfolgt im Rahmen eines Trainings on the Job, das von eigens ausgebildeten MentorInnen begleitet wird. Erfahrene ÄrztInnen leiten ihre jüngeren KollegInnen an, geben Feedback und beraten sie. Um den Feedbackprozess möglichst effizient zu gestalten, kommt ein neu entwickeltes Videoannotationssystem zum Einsatz. Dadurch ist es möglich, große Teile des Kommunikationstrainings arbeitsplatzbasiert durchzuführen. Was zuvor theoretisch gelernt wurde, kann in Alltagssituationen erprobt und gemeinsam mit den MentorInnen reflektiert werden.

Um das Kommunikationstraining sowie das begleitende MentorInnenprogramm nachhaltig in den Stationsalltag zu integrieren, werden strukturelle Rahmenbedingungen vor Ort analysiert. Eine darauf aufbauende Prozessbegleitung unterstützt die Implementierung. Das Vorgehen wird fortlaufend dokumentiert und in einem Leitfaden zusammengefasst, sodass die Maßnahme anderen onkologischen Fachgebieten anschließend als Prototyp zur Verfügung steht.

Das Projekt startete am 01. Dezember 2017 und endet voraussichtlich am 30. November 2020.