www.impp.de

Nationales Mustercurriculum interprofessionelle Zusammenarbeit und Kommunikation

Hochwertige Patientenversorgung erfordert die Zusammenarbeit von ÄrztInnen und VertreterInnen verschiedener Gesundheitsberufe. Von der Qualität dieser Zusammenarbeit hängen die Qualität und die Effizienz der Patientenversorgung ab. Dabei spielt interprofessionelle Kommunikation eine tragende Rolle.

Die Förderung der Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Angehörigen anderer Berufe des Gesundheitswesens ist in der Ärztlichen Approbationsordnung verankert. Der Masterplan Medizinstudium 2020 sieht vor, dass die medizinischen Fakultäten gemeinsame Lehrveranstaltungen mit Auszubildenden bzw. Studierenden anderer Gesundheitsfachberufe verstärkt in ihre Curricula aufnehmen. Auch der Wissenschaftsrat spricht sich in seinen Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Medizinstudiums in Deutschland für eine Verstärkung der interprofessionellen Ausbildung aus. Zahlreiche Projekte setzen sich mittlerweile für eine Verbesserung der Vermittlung von interprofessionellen Zusammenarbeit und Kommunikation ein.

Das übergeordnete Ziel des Projektes ist es, nachhaltig die nationale Verbreitung von qualitativ hochwertiger interprofessioneller Ausbildung in den Gesundheitsberufen auszubauen.

Neben der Entwicklung eines Entwurfes für ein Mustercurriculum „Interprofessionelle Zusammenarbeit und Kommunikation“ werden interprofessionelle Lehr- und Prüfbeispiele, die so genannten Best Practice Beispiele, gesammelt. Zudem werden geeignete Prüfungsformate und –aufgaben für die fakultätsinternen Prüfungen sowie Staatsexamina entwickelt. Ein wesentliches Element im Projekt stellt die Formulierung der spezifischen interprofessionellen Lernziele dar, die als Grundlage bei der Überarbeitung der IMPP-Gegenstandskataloge für den interprofessionellen Bereich dienen. Um die Umsetzbarkeit der interprofessionellen Lehre und Prüfungen zu unterstützen, werden interprofessionelle Bausteine für Schulungen von Dozierenden konzipiert sowie Trainings von Tutoren ausgearbeitet und in das Qualifizierungsprogramm für studentische Tutoren implementiert.

Das Projekt wird vom August 2016 bist Juli 2019 von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert.