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„Überprüfung der klinischen und partizipativen Entscheidungsfindung sowie der Fähigkeit zur ärztlichen Dokumentation im Staatsexamen“

Damit PatientInnen sich selbst stärker an Heilungsprozessen beteiligen können, sind eine gemeinsame Entscheidungsfindung und das Verstehen ärztlicher Befunde von zentraler Bedeutung. Verstehen PatientInnen diagnostische und therapeutische Maßnahmen und werden in Entscheidungsprozesse eingebunden, erleiden sie weniger Komplikationen und es entstehen im Gesundheitssystem weniger Kosten. ÄrztInnen müssen hierfür in der Lage sein, ihren PatientInnen medizinische Befunde verständlich zu vermitteln und für einen erfolgreichen Behandlungsprozess alle daran Beteiligten – PatientInnen, Fach- und HausärztInnen sowie VertreterInnen anderer Gesundheitsfachberufe – auf den gleichen Kenntnisstand über den bisherigen Behandlungsverlauf und die Patientenpräferenzen zu bringen. Dazu sind Verbesserungen in der Struktur und Vollständigkeit ärztlicher Dokumentation notwendig. Diese Aspekte werden bislang im Medizinstudium jedoch nur unzureichend gelehrt und kommen in den Prüfungen sehr wenig oder gar nicht vor.

Verschiedene ExpertInnen-Gruppen erarbeiten gemeinsam die Hauptkriterien zur Beurteilung der Kompetenzen klinischer und partizipativer Entscheidungsfindung. Weiterhin werden Kriterien der ärztlichen Dokumentation definiert, prototypische Checklisten und Bewertungsbögen entwickelt und für den verbindlichen Einsatz in den Staatsexamina standardisiert.

Die Integration dieser Inhalte in die Staatsexamina stellt langfristig eine Unterstützung der patientenorientierten Neuausrichtung des Gesundheitssystems dar. Die zukünftigen ÄrztInnen kommen dem Bedürfnis der Gesellschaft nach rationaler und kritischer Indikationsstellung von diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen nach.

Das Projekt startete am 01. Oktober 2017 und endet am 30. September 2020.