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Bestehensregeln für die schriftlichen Teile der Ärztlichen Prüfungen am IMPP

Was bedeutet das konkret für die M2-Prüfung im Frühjahr 2020?

 

Nach der derzeit gültigen Approbationsordnung für Ärzte kommt nach dem Günstigkeitsprinzip entweder die absolute Bestehensgrenze (60 % der Gesamtpunktzahl) oder die relative Bestehensgrenze zum Tragen. Sollte bei Anwendung der relativen Bestehensgrenze die Bestehensgrenze niedriger als bei der absoluten Bestehensgrenze liegen, so wird die relative Bestehensgrenze angewandt und vice versa. Zur Ermittlung der relativen Bestehensgrenze wird zunächst die durchschnittlich erreichte Punktzahl der Teilnehmer*ìnnen in Regelstudienzeit ermittelt, und 78 % dieses so ermittelten Wertes ergibt, die relative Bestehensgrenze. Liegt diese relative Bestehensgrenze niedriger als die absolute (60-%-Regel), so kommt diese zur Anwendung. Das Günstigkeitsprinzip sorgt dafür, dass bei schwierigeren Examenskonstellationen wie zum Beispiel in der jetzigen Corona-Situation eventuelle Benachteiligungen von Studierenden ausgeglichen werden. Konkret bedeutet dieses, dass immer die für die Studierenden günstigere, d.h. die niedrigere, Bestehensgrenze gewählt wird (Günstigkeitsprinzip).

In der jetzigen M2-Prüfung vom Frühjahr 2020 kommt daher die relative Bestehensgrenze zur Anwendung. Bei der Anwendung der relativen Bestehensgrenze wird dadurch, dass in ihre Bestimmung die durchschnittliche Prüfungsleistung der Kandidatinnnen und Kandidaten in Regelstudienzeit einfließt, der besonderen Situation bei der Vorbereitung zu diesem Examen bereits Rechnung getragen.

Infolge der Anwendung des Günstigkeitsprinzips liegt bei der M2-Prüfung im April dieses Jahres die Durchfallquote bei 1,9 % und ist damit tendenziell etwas niedriger als bei den vergangenen M2-Examina zu Frühjahrsterminen. Eine Durchfallquote von unter 2 % bedeutet gleichzeitig, dass 98 % aller Studierenden Zugang zum Praktischen Jahr erhalten. Diese Regelung mit den zwei Bestehensgrenzen führt dazu, dass der Grundsatz der Chancengleichheit in Relation zu vergangenen Kohorten gewahrt wird. Die Auswertungsergebnisse dieses Examens bestätigen dieses Vorgehen.

 

Die Direktorin des IMPP